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Unerfüllter Kinderwunsch

Für die meisten Paare erfüllt sich der Wunsch nach einem Kind selbstverständlich. Etwa 20 % aller Paare sind jedoch ungewollt kinderlos. Die Ursachen dafür verteilen sich zu 45 % auf die Frau und 40 % auf den Mann. In 10 % sind Störfaktoren bei beiden Partnern zu finden. Bei ca. 5 % kann die Ursache der Kinderlosigkeit auch nach gründlicher Durchuntersuchung beider Partner nicht gefunden werden (= idiopathische Sterilität). Die Basis einer Sterilitätsbehandlung muss eine intakte Partnerschaft sein. Unter Achtung der Würde des erwünschten Kindes, soll mit Hilfe anerkannter medizinischer Methoden das ersehnte Glück ermöglicht werden.


ALLGEMEINES

Im Eierstock der Frau reift normalerweise im Anschluss an die Regelblutung innerhalb von 2 Wochen in einem Eibläschen (= Follikel) eine Eizelle heran. Durch komplexe hormonelle Regulationsmechanismen kommt es schließlich zum Eisprung. Die reife und befruchtungsfähige Eizelle wird vom Eileiter aufgefangen und in die Gebärmutterhöhle transportiert. Die beim Geschlechtsverkehr in die Scheide abgegebenen Samenzellen wandern durch die Gebärmutter in die Eileiter und nur ein einziges Spermium befruchtet dort die Eizelle. Die befruchtete Eizelle, welche in Folge Embryo genannt wird, beginnt sich bereits im Eileiter zu teilen und der Embryo gelangt im Durchschnitt 4-5 Tage nach dem Eisprung in das Innere der Gebärmutter, wo er sich 5-6 Tage nach der Befruchtung einnistet.

WAS SIE TUN KÖNNEN

Wer beabsichtigt, mit medizinischer Hilfe Eltern zu werden, bedenke bitte, dass neben eventuell notwendigen Untersuchungen und Medikamenten, die verschrieben werden, zusätzlich selbst etwas getan werden kann, um das Entstehen und die weitere Entwicklung einer normalen Schwangerschaft zu unterstützen.

ERNÄHRUNG

Einen wichtigen Einfluss auf den normalen Hormonhaushalt hat der Stoffwechsel (Über-/ Untergewicht). Eine eiweiß- und vitaminreiche Kost ist empfehlenswerter als Fette und Kohlehydrate. Tierische Eiweiße finden sich vor allem in Michprodukten (besonders Magerquark), Fleisch, Fisch und Ei. Pflanzliche Eiweiße sind in grossen Mengen in Keime/ Samen, Bohnen (z.B.: Soja), Vollkorngetreide, Hülsenfruchte (Erbsen, Linsen) und Gemüse (besonders Algen, Shitakepilze) enthalten.
Vitaminreich ist Obst und Gemüse. Kohlehydrate (wie Brot, Mehlspeisen, Zucker, Mehl, Kartoffeln, usw.) sollten ebenso wie Fette (Schmalz, Öl, Butter) nur in mäßigen Mengen gegessen werden. Dies gilt besonders bei höherem Körpergewicht. Alkohol (gleichgültig, ob Bier, Wein, Most, Kognak, usw.) ist nur in kleinen Mengen vertretbar. Sofern eine Lebererkrankung besteht oder früher bestand, sollte auf Alkohol gänzlich verzichtet werden.

NIKOTIN

Es ist bekannt, dass sich Nikotin sowohl beim Mann, als auch bei der Frau äußerst negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirkt.
Zudem schädigt dieses Gift auch das sich entwickelnde Kind während der Schwangerschaft. Kinder von Raucherinnen sind in der Regel kleiner und nach der Geburt anfälliger für Erkrankungen.

Die Frau kann sehr viel dazu beitragen, ein gesundes Kind zu bekommen, wenn sie das Rauchen schon etwa 2-3 Monate vor einer Behandlung einstellt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass bei Paaren, bei denen auch nur ein Partner raucht, die Chance, eine Schwangerschaft zu erzielen, bzw. diese ohne Probleme auszutragen, durch Nikotinkonsum deutlich reduziert ist!

UMWELTGIFTE

Die möglichen Folgen von diversen Toxinen in der Umwelt (z.B.: Dämpfe oder Strahlung am Arbeitsplatz, Plastik-Materialien uvm.) sind zu geringes Geburtsgewicht der Babys, spontane Fehlgeburten, Erbschäden und sogar erhöhte Krebsrisiken der Kinder. Untersuchungen haben ergeben, dass die Lungenkrebsrate bei Männern anstieg, deren Väter giftigen Dämpfen mit Chromverbindungen ausgesetzt waren, wie z.B. Schweißarbeiter. Deshalb sollten Paare vor der Konzeption so gut es geht versuchen sich 90 Tage lang von Chemikalien und Strahlungen (z.B. am Arbeitsplatz) fern zu halten. Dies ist genügend Zeit für die Regeneration gesunder Spermien und Eizellen. Während der Schwangerschaft sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass man giftigen Umwelteinflüssen -so gut es geht- aus dem Weg geht.

VORBEUGEN VON MISSBILDUNGEN

Unter den angeborenen Mißbildungen ist eine offene Wirbelsäule (SPINA BIFIDA) die häufigste Fehlbildung.In der Gesamtbevölkerung sind etwa 4-5 Kinder pro 1000 Geburten davon betroffen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, spätestens vier Wochen vor Beginn einer Schwangerschaft mindestens 400 Mikrogramm Folsäure täglich zur normalen Nahrung zu ergänzen (z.B. Fertilovit F ®) und in der Frühschwangerschaft damit fortzufahren, selbstverständlich nach vorhergehender Rücksprache mit dem Arzt. Damit kann das Auftreten dieser Missbildung um 50-70 % reduziert werden. Auch andere Defekte wie Spaltbildungen im Gesicht, krankhafte Veränderungen im kardiovaskulären System, an den ableitenden Harnwegen und an den Extremitäten können durch Gabe von Folsäure häufig vorgebeugt werden.

Pilsen


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