IVF Zentren Prof. Zech - Pilsen

Gesetzliche Bestimmungen

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IVF Zentren Prof. Zech - Pilsen

Gesetzliche Bestimmungen

Gesetzeslage zur Eizellspende

In den einzelnen Ländern Europas gibt es Unterschiede zwischen medizinisch hilfreichen und den gesetzlich erlaubten Behandlungsmethoden im Bereich der Reproduktionsmedizin. Die Umsetzung der spezifischen gesetzlichen Bestimmungen zeigt die Komplexität der politischen, geschichtlichen, religiösen, ideologischen und ethischen Hintergründe zu diesem Thema.

Im Idealfall basiert das gültige Fortpflanzungsmedizingesetz auf medizinischen und ethischen Grundsätzen, entspricht den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und orientiert sich am heutigen Stand der Wissenschaft und Technologie.

Vor diesem Hintergrund können wir Behandlungen mit gespendeten Eizellen in unseren Zentren an den Standorten in der Tschechischen Republik/Pilsen und in Österreich/Bregenz u. Salzburg anbieten. In Deutschland und in der Schweiz ist die Eizellspende derzeit nicht erlaubt (Stand Oktober 2017).

Länderspezifische Bestimmungen

Ein klares ja oder nein, erlaubt oder nicht erlaubt reicht oftmals nicht aus, um die Gesetzeslage zur Eizellspende abbilden zu können. Denn es gibt meist unterschiedliche Auflagen, festgehalten in nationalen Gesetzen und Richtlinien, sowie in EU-Verordnungen. Eine wesentliche Regelung betrifft die Art und Weise, wie die Eizellspende in Anspruch genommen werden kann. Hierbei wird zwischen anonymer und nicht anonymer Eizellspende unterschieden. Dazu zwei Beispiele:

Österreich: nicht anonym

Seit 2015 gilt in Österreich ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz, welches die nicht anonyme Eizellspende erlaubt. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass ein Kind, welches mit gespendeten Eizellen gezeugt wurde, ab einem gewissen Alter das Recht hat, Informationen über die Spenderin zu erlangen. Folglich muss die Identität der Spenderin offengelegt werden. In Österreich ist das Kinderwunsch-Zentrum, in dem die Behandlung durchgeführt wurde, hierbei auskunftspflichtig.

Tschechien: anonym

In Ländern, die eine anonyme Eizellspende gesetzlich zulassen (wie Tschechien), werden Informationen über die Spenderin – auch auf eine Anfrage der Empfängerin oder des Kindes hin – nicht weitergegeben (dies ist gesetzlich so festgeschrieben). Die Daten der Spenderinnen sind streng vertraulich zu behandeln und werden vom Kinderwunsch-Zentrum unter Verschluss gehalten.

Umfassende Beratung

Nach unseren Erfahrungen in den IVF Zentren Prof. Zech – Pilsen sehen wir unter der gesetzlich verpflichtenden Anonymität der Eizellspende eine erhöhte Spende-Bereitschaft und damit haben wir eine größere Anzahl von Spenderinnen. Somit verbessern sich auch die Chancen, für Kinderwunschpaare geeignete Spenderinnen zu finden. Dies macht deutlich, wie wichtig eine umfassende Beratung durch einen spezialisierten Arzt wird, um die Optionen und Risiken der Behandlung in Verbindung mit länderspezifischen Vor- und Nachteilen abzuklären. Auf Grundlage der individuellen medizinischen Situation gibt der Arzt eine Empfehlung ab. Die Entscheidung für oder gegen eine Kinderwunschbehandlung mit Eizellspende trifft das Paar.